Die Global Shapers Community - Fluch oder Segen?

Kategorie: Denk-Anstoß Erstellt: Sonntag, 26. Juli 2020 Drucken

(von Olaf Francke)
Klingt ja erstmal irgendwie toll. "Global Shapers" - innovativ, inkludierend, interdisziplinär. Wow! All die hoffnungsvollen jungen Talente, die unsere Welt zu einem besseren Ort machen werden. Doch ... werden sie das wirklich? Oder rennen die jungen, guten Menschen Rattenfängern hinterher?

global shapers community

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-> http://www.der-stoerenfried.de/podcast/pc_shapers.mp3

Dieser Artikel könnte sich - grundsätzlich - mit positiven Dingen befassen. Junge Leute, die alles besser machen wollen. Sie meinen es gut. Doch nicht immer ist "gut gemeint" auch "gut gemacht". Der Artikel handelt u.a. von einer Gruppe, die als GLOBAL SHAPERS COMMUNITY firmiert, also eine Gemeinschaft weltweiter FORMER. Sie wollen die Welt verbessern, ihr eine neue Form verleihen, einen als notwendig empfundenen großen Neustart wagen. Moment ... Neustart... hatten wir das nicht erst kürzlich hier im Blog? Richtig! Da war dieser Artikel über die NEUE WELTORDNUNG:

-> https://der-stoerenfried.de/denk-anstoss/40-die-neue-ordnung-es-beginnt

Da war von einem GREAT RESET die Rede. Seine königliche Hoheit, der Prince of Wales, geruhten, uns einfache Sterbliche darüber zu informieren, dass die führenden Köpfe der Weltwirtschaft in ihrem Forum überein gekommen waren, einen weltweiten Neustart zu initiieren.

"Um unsere Zukunft zu sichern und Wohlstand zu schaffen, müssen wir unser Wirtschaftsmodell weiterentwickeln und die Menschen und den Planeten in den Mittelpunkt der globalen Wertschöpfung stellen."

GLOBALE WERTSCHÖPFUNG. Aha. Und der "Great Reset" hat eine klare Adresse. Das sind nicht Leute meines Alters, konsumtive Minderleister, die von den Rulern längst abgeschrieben wurden und gefälligst Platz machen sollen, um die Märkte neu ordnen zu können. Auf ihrer Website (https://www.weforum.org/great-reset/) schrieben die Architekten der Neuen Weltordnung:

"Die 'Global Multistakeholder' wollen sich mit tausenden junger Menschen aus der 'Global Shapers Community' über die sozialen Netzwerke verbinden ..."

GLOBAL MULTISTAKEHOLDER - das klingt im neoliberalistischen Neusprech so ungeheuer positiv, innovativ. Ist es aber nicht. In sogenannter "einfacher Sprache" heißt das nämlich: Großkapitalisten. Das sind Leute wie z.B. Jack Ma, mit geschätzt 10 Milliarden Dollar Privatvermögen einer der reichsten Chinesen überhaupt. Auf den Einwand: "Aber dieser Superreiche engagiert sich doch sozial, das kann doch nicht schlecht sein." könnte man antworten: "Fast alle Superreichen betreiben diese Art soziales Framing. Sie geben sich den Anschein, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen." - Nichts anderes ist das, wenn Multimilliardäre Stiftungen gründen, die ihr Privatvermögen steuerfrei machen: FRAMING. Diese Leute sind nicht so reich und mächtig geworden, weil sie herzensgute Menschen sind, sondern weil sie mit der Arbeitskraft und den Ideen anderer Leute Geld verdient haben. Viel Geld. SEHR viel Geld. Und sie engagieren sich nun bei der Jugend, um

  • a) mehr Geld zu verdienen,
  • b) mehr Macht ausüben zu können oder
  • c) beides.

Die Global Shapers Community ("GSC") ist nicht unbedingt so unabhängig, basisdemokratisch und von jungen Menschen mit guten Absichten gesteuert, wie es bei flüchtigem Blick auf die jung-dynamische Website (https://www.globalshapers.org/) den Anschein hat. Die GSC wird nämlich von einer Führungsriege kontrolliert und gelenkt, die es in sich hat. Dort finden wir einige der "Global Multistakeholder", die sich für den Neustart gern mit jungen Leuten verbinden möchten.

GSC Leaders

Diese Verbindung von Kapitalisten und jungen Influencern im angekündigten "Great Reset" dient sicherlich nicht der generationenübergreifenden Verständigung oder der Verbesserung der Lebenssituation aller Menschen auf dieser Erde. Vielmehr soll sie dafür sorgen, dass die Ideale und Wertvorstellungen der Architekten einer neuen Weltordnung sich in die Köpfe der nachfolgenden Generation multiplizieren.

Nun, das ist beileibe keine neue Idee. Auch die Nationalsozialisten, die Kommunisten, die Maoisten und sämtliche religiösen Fanatiker haben sich nach der Machtergreifung sofort die Jugend gekrallt, um sie im Rahmen vermeintlich interessanter, unterhaltsamer und die Jugend würdigender Aktivitäten zu indoktrinieren. Hitlerjugend, FDJ, Rote Garden, Kosmosol waren ebenso Kaderschmieden wie heutzutage zum Beispiel die JU, SDAJ, RCSD, CPA und tausende weitere Organisationen, die sich an die jungen Menschen richten.

Und ebenso macht es halt das World Economic Forum (WEF), das als verlängerter Arm bestimmter Thinktanks gilt, die zumeist auf einen gemeinsamen Nenner zurückzuführen sind, nämlich den COUNCIL ON FOREIGN RELATIONS (CFR). Diese Gruppe, die 1921 von deutschstämmigen Bankern in den USA gegründet wurde, kontrolliert zahlreiche andere Thinktanks und übt durch ihre Mitglieder aus hochrangigen Wirtschaftskreisen Einfluss auf die größten weltweit tätigen Unternehmen aus, die GLOBAL PLAYER. Im CFR und vielen seiner Untergruppen sind auch Firmen und Konzerne selbst Mitglieder, bilden also faktisch Syndikate, die von den Kartellämtern überhaupt nicht erfasst werden. Hier werden Absprachen getroffen, Politiker ins Amt gehievt, geopolitische Weichen gestellt und Nationalgrenzen "abgeflacht", damit Amazon nicht zu hoch springen muss, um seine Aktionärsdividenden vor dem unerwünschten Zugriff durch Finanzämter zu retten.

Übrigens: Diese ständige Betonung des Wortes "global" in den Projektnamen der zahlreichen Aktivitäten dieser Gruppen ist kein Zufall, sondern ein Hinweis darauf, mit welch mächtiger Struktur wir es da zu tun haben. Gänzlich unverhohlen nämlich führt man uns vor Augen, wie wenig bescheiden die Zugriffswünsche dieser Großkapitalisten in der Tat sind. Es geht ihnen nicht um ein bisschen Rendite, um ressourcenschonenden Konsum, um demokratische Rechte für alle Menschen. Es geht um nichts weniger als die Weltherrschaft.

Die Väter dieser Idee sind Leute wie Otto Hermann Kahn, Paul Moritz Warburg, Elihu Root, Walter Lippmann und andere Leute diesen Kalibers, die bereits 1918 die Bedingungen des Versailler Vertrages festgelegt hatten, um den wirtschaftlichen Störfaktor Deutschland zu beseitigen. Alles, was an Politik auf beiden Seiten des Atlantiks seit dieser Zeit geschah, ist auf die Agenda der CFR-Gründer zurückzuführen, von der "Inquiry"- Gründer Lippmann sagte: "Unser Vorhaben ist genial. Pure, aufsehenerregende Genialität – und nichts anderes."

1921 wurde diese Agenda mit dem CFR in eine finale Form gebracht, die durch das Logo der Gruppe ausgedrückt wird. Ein Reiter, der ein starkes Pferd bändigt. Er hält die Zügel straff und fest in der Hand. Darunter steht nur ein einziges Wort: UBIQUE (lateinisch für: immer, überall).

CFR Gründer

Manch einer, der diese Zeilen liest, wird sich vielleicht an dieser Stelle abwenden und sagen: "Ach je, schon wieder so ein langweiliger Verschwörungstheoretiker mit abstrusen Halluzinationen." Nun, das sei jedem unbenommen, aber es handelt sich hier keinesfalls um Theorien, sondern um gängige Praxis. Die Verschwörer, um die es hier geht, denken nicht in Jahren oder Jahrzehnten, sie schmieden ihre Pläne für Jahrhunderte. Nicht ganz zufällig wird das WEF nämlich 2021, zum einhundertjährigen Bestehen des CFR, den "Great Reset" verkünden, also den "Großen Neustart", der uns alle in eine bessere - globale! - Zukunft führen soll, so in etwa zehn Jahren.

Um nun für das nächste Jahrhundert für den Fortbestand der CFR-Doktrin zu sorgen, steuert man also die Jugend an. Diese muss rechtzeitig "ausgebildet" werden (vor Erreichen des 30. Lebensjahres), um dann - ideologiefest - in führende Positionen installiert zu werden. Das geht halt besonders gut, wenn die jungen Leute das auch WOLLEN. Wer dann mit 30 zum sogenannten "Alumnus" (im röm. Imperium ein Ziehsohn) wird und sich einen Posten in der Wirtschaft erobert hat, kann in die  YOUNG LEADERS Gruppe aufsteigen, die mit der Agenda "2030 Initiative" an einer neuen Weltordnung schraubt.

Doch um neue Ordnungen zu etablieren, muss zunächst einmal der Boden für den "Reset" fruchtbar gemacht werden. Ein beliebtes Mittel dafür ist die Angst. Die breite Masse muss sich unwohl fühlen, eine nicht näher definerbare Bedrohung subtil wahrnehmen. Einige Zitate:

"Das ist eine Rebellion. Es ist okay, wenn die Leute ein bisschen Spaß haben wollen und ein bisschen tanzen, aber das ist keine Party. Wir wollen eine politische Krise auslösen."
- Gail Bradbrook, Mitbegründerin Extinction Rebellion, April 2019 -

"Ich kann Menschen die Angst vor Schwarzen nicht nehmen. Ich weiß nicht, was da gerade geschieht. Ich kann mir nicht erklären, was in euren Köpfen vorgeht."
- Michelle Obama zu den BLM-Protesten -

"Ich will, dass ihr in Panik geratet."
- Greta Thunberg 24. Januar 2019 beim WEF in Davos -

"Unser gegenwärtiges System ist nicht ‚kaputt‘ – das System tut genau das, was es tun soll und wozu es bestimmt ist. Es kann nicht mehr ‚repariert‘ werden. Wir brauchen ein neues System."
- Luisa Neubauer in einem Brief an das EU-Parlament -

Die Großkapitalisten, die sich so gern mit den jungen Menschen verbinden möchten, um den "Great Reset" zu kommunizieren (wohlgemerkt: zu kommunizieren!) fanden vor nicht allzulanger Zeit das geeignete Thema, um die Jugend zu ereichen: KLIMA. Basierend auf einem der Realität mehr oder minder nachempfundenen Film des Milliardärs Al Gore bildete sich - wie aus dem Nichts - eine neue Jugendorganisation, die sich dem Protest gegen CO2-Ausstoß und Klimaveränderung verschrieben hatte. 2018 tauchte in Schweden die Ikone der Klimakampagne auf, ein junges Mädchen namens Greta Thunberg, das in etwas naiver Manier mit einen Pappschild tourte und weltweit Schüler zur Unterrichtsverweigerung motivierte. Das allerdings war keinesfalls ein Zufall.

Greta entstammt einer politisch und gesellschaftlich ziemlich aktiven Familie, und nur die wenigsten wissen sicherlich, dass ihr Vorfahr und ehemaliger Direktor der Alfred-Nobel-Stiftung Svante Arrhenius bereits 1908 eine globale Erwärmung prognostizierte. Greta wurde als Leitfigur der sogenannten "Fridays for Future" Bewegung aufgebaut von einem Mann namens Ingmar Rentzhog, der als CEO einer mit Al Gores Climate Network verbundenen Aktiengesellschaft im Emissionshandel tätig ist und in dessen Board of Directors sich leitende Köpfe großer Investmnent- und Tech-Unternehmen befinden, die auch im CFR vertreten sind. Wer darüber mehr wissen will, dem sei das Buch "DIE WELTENRETTER" empfohlen. -> https://www.mythos-klimanotstand.de

Greta Thunberg wurde sehr schnell berühmt, weil sämtliche im CFR organisierten Qualitäts- und Leitmedien raumgreifend über dieses Phänomen berichteten. Der sogenannte KLIMANOTSTAND wurde erfunden, um für Unruhe zu sorgen. Scharenweise pilgerten die jungen Menschen nun zu den Gatherings am Freitag, um vor der drohenden Katastrophe zu warnen und die Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik zum Handeln aufzufordern.

In Deutschland ganz vorn mit dabei eine junge Frau namens Luisa Neubauer, die - etwas weniger naiv als Greta Thunberg - sehr schnell das Ruder der deutschen FFF-Bewegung an sich riss und zur deutschsprachigen Stimme der  Protester wurde. Luisa stammt aus dem Reemtsma-Clan. Diese junge Dame, die mit einem Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung (Die Grünen) ausgerüstet als "Jugendbotschafterin" der amerikanischen Lobbyorganisation "ONE" und außerdem für die "Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen" unterwegs ist, gibt sich gern global.

"Wir brauchen eine wohlhabende, glückliche, liebende Gesellschaft, die ohne CO2-Emissionen leben kann."
- Luisa Neubauer in "BILD" am 04.07.2019 -

Solche "Global Shaper" weck(t)en von je her das Interesse der CFR- und WEF-Funktionäre. Denn sie sind nicht nur Former, sondern auch formbar. Mit ihnen möchten sich die "Global Multistakeholder" gern verbinden (was eigentlich schon längst geschehen ist, da sie diese finanzieren), um gemeinsam mit ihnen die absolute und alternativlose Notwendigkeit des "Great Reset" an das Volk zu kommunizieren. Wie gesagt, nicht an die Generation "U100", sondern an unsere Kinder und Enkel, die den multimedialen Influencern ihrer Generation vertrauen.

Ähnlich druckvoll entstanden weltumspannende Bewegungsneuschöpfungen wie z.B. "Black Lives Matter" oder die zahlreichen "LGBTIQ"-Interessengruppen, deren aller Aufgabe darin besteht, durch die fortschreitende Atomisierung der Gesellschaft sämtliche identitätsstiftenden Landmarken zu beseitigen, um das Feld für den "Great Reset" zu ebnen. Für den nötigen Angstdruck sorgen Gruppierungen wie die sogenannte "AntifA", die alles kurz und klein schlägt, was nach Tradition aussieht. Es soll etwas Neues kommen, da braucht es keine "Geschichte". Die WEF-Funktionäre nutzen also die aktuelle Lage, um eine neue Weltordnung zu installieren, über die sie uns dann Anfang des Jahres freundlicherweise informieren. Great Reset für alle! Natürlich vollkommen antirassistisch, antifaschistisch, antiklimadestruktiv, antidiskriminierend - und das alles mit dem "Good Government".

The Good Government

Natürlich steht es jedem frei, diesen Artikel als weitere "Verschwörungstheorie" abzutun, und die Abfolge der laufenden Ereignisse als rein zufällig zu betrachten. Wer sich damit besser fühlt, dem sei es gegönnt. Tatsächlich jedoch handelt es sich im Wortsinn um eine Verschwörung mit dem Ziel, die Welt unter einer einheitlichen Führung - politisch wie wirtschaftlich und gesellschaftlich - zu vereinen. Wem das gefällt - bitte sehr. Ich finde das nicht erstrebenswert. Wie das endet, kann man bei George Orwell nachlesen. Der Mann hat sich in seinem Buchtitel halt nur um ein gutes Vierteljahrhundert vertan.


Lesen Sie Teil 1 dieser Artikelreihe: https://der-stoerenfried.de/denk-anstoss/40-die-neue-ordnung-es-beginnt
Lesen Sie Teil 2 dieser Artikelreihe: https://der-stoerenfried.de/free-speech/41-der-real-existierende-irrsinn-junger-parvenues

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